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BILDER AUS DER FERNE: MITTELAMERIKA

Ein Gegenpol für die farblich zurückhaltenden Landschaften Brandenburgs und des Berliner Großstadtlebens bildeten für mich immer die Reisen in die Ferne. In der Nachwendezeit reiste ich viel und ausgiebig. Eine Vielzahl neuer Farbrhythmen, unbekannter Strukturen und Intensitäten tauchten in meinen Bildern auf. Drei Themenkreise waren für mich dabei wichtig geworden: der Orient mit seinen gleißenden Lichtspielen, den harten Farbkontrasten und der Formenvielfalt der Arabesken, der Ferne Osten mit seinen exotischen Traumwelten, die so wenig mit der realen Welt zu tun zu haben schienen und letztlich noch Mittelamerika mit seinen Rot-Grün-Kontrasten, folkloristischen Elementen und der Vermischung mit dem spanischen Kolonialstil.

Im Frühling 1992 unternahm ich eine lang geplante Reise quer durch Mexico, Guatemala und Honduras. Die Tour, die sechs Wochen dauern sollte, war eine Low-Budget-Reise, da ich mit sehr bescheidenen Geldmitteln auskommen musste. Auf abenteuerlichem Wege führte mich die Route durch das Hochland Zentralmexicos, die Bundesstaaten Oaxaca und Chiapas bis zur Halbinsel Yucatan. Von da führte der Weg in den Norden Guatemalas, ins Regenwaldgebiet des Petén zu den alten Maya- Ruinen, weiter ins Bergland Guatemalas und schließlich ins Hochtal von Copán in Honduras. Der Ertrag dieser Reise war eine prall gefüllte Mappe mit großformatigen Aquarellen sowie ein Monotypie-Zyklus. Auch graphische Umsetzungen folgten.

Eine weitere Reise unternahm ich auf die Karibikinsel Kuba, die ich mit dem Jeep durchquerte. Wieder gab es eine Serie großformatiger Aquarelle. Auch hier entdeckte ich die vom Tropenklima geprägten Landschaften für mich, malte tropische Früchte und erkundete alte spanische Kolonialbauten.

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