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Ein Thema – Zwei Ausstellungen: “Auf den Spuren Fontanes”

30. Oktober 2019

Der Schatten des großen Romanciers reicht bis in die Gegenwart. Vor 200 Jahren erblickte Theodor Fontane im brandenburgischen Neuruppin das Licht der Welt. Das aus dem in bescheidenen Verhältnissen aufgewachsenen Apothekersohn einmal einer der bedeutendsten Dichter des 19. Jahrhunderts werden sollte, ahnte damals niemand.

Heute sind wir vertraut mit “Effi Briest”, “John Maynard”, den “Poggenpuhls”, dem alten Dubslav aus dem “Stechlin” und natürlich auch mit seinen “Wanderungen durch die Mark Brandenburg”.

Seit vielen Jahren durchstreife ich nun schon die Brandenburger Regionen, stieß dabei auf wunderbare Landschaften, verzauberte Seen, interessante Leute. Fontanes Anekdoten, seine Schnurren und Plaudereien, die so vortrefflich in seinen “Wanderungen” festgehalten wurden, verleihen der Landschaft eine literarische Tiefe, der nachzuspüren mir eine große Freude bereitete.

Seit Mitte September sind in der Rathausgalerie von Dahlwitz-Hoppegarten (Kreis Märkisch Oderland) knapp 40 Arbeiten zum Thema “Auf den Spuren Fontanes” ausgestellt. Neben farbigen Acrylmalereien gibt es Graphiken und auch Illustrationen zu den “Wanderungen”.
Ergänzt wird die Ausstellung mit Bronzeskulpturen der Künstlerin Angelika Bunke.

Anfang Oktober wurde in der Vertretung des Landes Brandenburg bei der EU in Brüssel/Belgien ebenfalls eine Ausstellung mit über 100 meiner Arbeiten zum selbigen Thema eröffnet. Zur Vernissage waren die brandenburgischen Minister Steinbach (Wirtschaft und Energie) und Ludwig (Justiz, Europa und Verbraucherschutz) sowie der Leiter der Vertretung, Staatssekretär Dr. Wenig, anwesend und brachten in ihren Ansprachen das Thema “Fontane” und den Umgang mit seinem geistigen Erbe in der Gegenwart zur Diskussion.

Rechtzeitig zur Vernissage in Brüssel erschienen endlich auch die vier Bändchen der “Farben Brandenburgs”. Der XOXO-Verlag aus Bremen (Eisermann-Verlagsgruppe) hat die vier Bildbände mit jeweils über 200 Zeichnungen, Skizzen, Bildern und kurzen Texten, Kommentaren und Notizen publiziert. Jedes Bändchen ist ab 1.November 2019 käuflich im Buchhandel erhältlich.

ÜBER THOMAS LÜNSER

Es gibt wohl kaum einen zweiten Maler, der die Brandenburgische Landschaft so zum Leuchten bringt wie der Berliner Thomas Lünser. Es leuchtet das Gelb der Rapsfelder und Strohballen, es leuchtet das Blau der Havel bei Petzow und Zehdenick, und es leuchtet das Rot einer Scheune in der Prignitz oder des Kirchendaches in Klein Briesen.

Malerei bedeutet für ihn eine starke Bewusstseinserweiterung. Man erlebt seine Umwelt viel intensiver, schaue genauer hin, entdecke dadurch Dinge, die man sonst nicht sehen würde und erschaffe „Welten“, die keiner vorher gesehen hat …

Geboren 1963 im Thüringischen Suhl, lebt Thomas Lünser seit seinem 18. Lebensjahr in Berlin.